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Menhir_PforzheimerHütte1.JPG

MENHIRE

Menhire als Wegweiser und kosmische Energieleiter entlang steinzeitlicher Pfade

Menhir ist eine aus dem bretonischen entlehnte Bezeichnung für einen vorgeschichtlichen, hochragenden Steinblock, der auch als Hinkelstein bekannt ist. In der prähistorischen Archäologie bezeichnet das Wort einen länglichen Einzelstein (bretonisch maen "Stein“ und hir "lang“), der in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen aufrecht gestellt wurde.

 

Menhire sind nicht mit den sogenannten Tiroler "Stoanmandln“ gleichzusetzten, denn Menhire sind spitz zulaufende Einzelblöcke, meist auf der Unterseite gerade behauen um Ihnen einen sichern Standfuß zu geben.

Hoch oben in den Tiroler Alpen, verborgen zwischen Wäldern, Almen und alten Saumpfaden, stehen sie noch heute und wirken auf den ersten Blick unscheinbar, fast zufällig in die Landschaft gesetzt. Doch bei genauerer Betrachtung offenbart sich ein faszinierendes System prähistorischer Orientierung, das ebenso funktional wie geheimnisvoll ist.

Menhir, Viggartal

Alpine Menhire wurden fast immer mit den sogenannten strahlenden "Raetiasteinen“ unterlegt um diese auch bei Schlechtwetter, Nebel und Schneefall mittels eines Pendels sicher finden zu können.

Ein besonderes schönes Beispiel ist dieser Spitzmenhir mit einer durch die Witterung freigelegten Raetiasteinspirale.

Wegweisermenhir Malgrube im Viggartal als Wegsweiser zum Blauen See, Foto Luis Gatt

Menhire als Wegweiser entlang Steinzeitlicher Pfade

Wo immer man durch die Tiroler Bergwelt streift, überall geht man an Menhiren aus alter Zeit vorbei.

Sie bilden ein Netzwerk – ein uraltes Navigationssystem, das Menschen über Generationen hinweg durch die oft lebensfeindliche Bergwelt leitete. Besonders bemerkenswert ist ihre Bauweise: In den Boden eingelassen und mit sogenannten "Raetiasteinen“ stabilisiert, wurden sie von spiralförmig angeordneten Steinsetzungen umgeben. Diese Spiralen zeigen und strahlen (siehe Raetiastein-GPS), ähnlich wie ein Kompass, in die Richtung des nächsten Menhirs – manchmal über mehrere Kilometer hinweg, so dass man sie aus weiter Entfernung anpeilen kann.

Birkenporling, Pendel Fund "Ötzi"

Schon unser "Ötzi“ hatte zwei Birkenporling Pendel mit sich getragen, eine praktischeDoppelfunktion, einerseits eine blutstillende Medizin, der Auszug als Tee schmerzlindernd aber andererseits ein hocheffizientes Pendel.

Birkenporlingstücke Archäologisches Museum Bozen

Foto Karl Fritsche

Menhire als kosmische Energieleiter

Gerhard Pirchl und Thomas Walli hatten schon 2011 bei Versuchen festgestellt, dass bei Menhiren tropfenförmige ca. 1m lange Energiespiralen mit einer Geschwindigkeit von 0,66 m/sec. senkrecht aufsteigen.

Diese Entdeckung machten Sie bei Steinkreis- Menhiren aber auch bei einzeln stehenden sogenannten Wegweiser-Menhiren, welche mit Raetiasteinen unterlegt sind. Diese Energie ist umso stärker bei heftigen CME (Sonnenwinden) Ereignissen.

Hier einige Beispiele von Strahler-Wegweiser Menhiren in Tirol, deren es noch hunderte andere gibt.

DER GROSSE WEGWEISER-MENHIR am Pfadfinderlagerplatz Igls Bobbahn

Dieser Menhir steht wohl schon lange, lange Zeit hier, denn er ist aktiv mit Raetiasteinen unterlegt und so in energetischer Verbindung mit dem nahen Steinkreis am Issboden, der Kultstätte Goldbühel, Rosengarten und weiteren.

Menhir bei Igls
Menhir bei Igls

Auf der Vorderseite könnte man flache verwitterte Schalen ahnen, aber einfach zu verwittert, auf der Rückseite gibt es mehrere eingearbeitete Rinnen und zwei flache Schalen welche fast wie zwei Augen aussehen.

DER WIDDER-MENHIR AUF DER KASER

Auf dem Weg von Vent im Ötztal Richtung Süden liegt dieser äußerst bemerkenswerte Menhir. Die Kaser liegt taleinwärts im Niedertal und wird für den Ort gehalten wo einst Alt-Vent gestanden hat. Hier, auf dem Wanderweg den wohl auch "Ötzi, der Mann aus dem Eis" vor ca. 5300 Jahren gegangen ist, weist dieser Menhir genau auf den Berg Simliaun mit seiner harmonischen Dreiecksform.

Widder Menhir auf der Kaser im Niedertal, Vent

"Die frühen Menschen betrachteten den ebenmäßigen Gipfel mit seinem weißen Gletscherschoß als heiligen Berg, als weiße Berggöttin. Im Eisschoß ihres Gletschers haben nach damaliger Auffassung die Ahnenseelen gewohnt.

Auch der Name des Berges weist darauf hin, dass er als eine Erscheinung der Weißen Göttin betrachtet wurde. "Similaun" ist ein Wort aus einer vor-indoeuropäischen Sprache und geht auf die drei Silben "sam-alu-ana" zurück, was soviel heißt wie "Weiße Göttinmutter". Sie ist die Mutter der Seelen, die bei ihr weilen, bis sie aus ihrem weißen Schoß wieder in ein neues Leben entlassen werden." (Heide Göttner-Abendroth in die Berggöttinnen der Alpen)

Der Widder-Menhir, links davon im Hintergrund die Spitze des Similaun

Widder Menhir auf der Kaser im Niedertal, Vent

Die gut sichtbare Gestalt eines  Widders läßt diesen Menhir als männliches Gegenstück zum Similaun, zur Weißen Göttin erscheinen. 

MENHIR-REIHE BEI DER PFORZHEIMER HÜTTTE
 

Dieser wunderschöne Menhir ist Teil einer Reihe von Menhiren im Gleirschtal/Sellrain am Weg zum Gleirschjöchl direkt hinter der Pforzheimer Hütte. Er säumt einen uralten Pfad und Übergang ins Ötztal (Samerschlag) und ist Teil eines vermutlich großen prähistorischen Kultplatz der auf die Lampsenspitz ausgerichtet ist.

Menhir bei der Pforzheimer Hütte

Menhir mit der Lampsenspitz im Osten

Menhir Richtung Gleirschjöchl

Namen die den Wortstamm "Säumen, Samer, Sömer, ..." beinhalten können ein Hinweis auf uralte prähistorische Wege sein.

 

Säumen bezeichnet den Transport von Lasten über Berge mit Hilfe von Trag- oder Saumtieren wie Pferden, Maultieren, Mauleseln oder Eseln auf engen, bisweilen steilen Pfaden durch die Alpen.

 

Die bepackten Tiere folgen sogenannten Saumpfaden, die oft schon seit Jahrhunderten existieren und speziell für diesen Zweck angelegt wurden. Typisch waren Transporte von Salz, Wein, Öl, Käse und Getreide über kaum bekannte Alpenpässe. Säumer führten und betreuten die Tiere, wobei oft nur das erste Tier von einem Führer geführt wurde, die anderen liefen hinterher.

Meist bedeuteten diese Pfade massive Abkürzungen im Vergleich zu heute ausgebauten Wegstrecken.

Im Vordergrund ein weiterer umgefallener Menhir in Richtung Gleirschjöchl und Schartlkopf (auch Samerschlag), hier wird ein uralter Übergang ins Ötztal angezeigt

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